Urlaub auf der Peloponnes mit Kindern? Wie kommt man darauf? Angefangen hat bei uns alles mit einem Leseprojekt in der Schule und einem Sohn, der überhaupt nicht gerne liest. Eine Buchhändlerin empfahl ihm Percy Jackson – gemäß ihrer Aussage eine Mischung aus Harry Potter und den griechischen Göttern – und das war ein voller Erfolg! Somit waren wir seit den Herbstferien in der griechischen Mythologie unterwegs. Eigentlich ein sehr trockenes Thema, dank Rick Riordan und seiner cool geschriebenen Bücher jedoch leicht verständlich, lustig und voll unglaublicher Abenteuer.

Bei unseren Söhnen kam daher schnell der Wunsch auf, nach Griechenland zu den Tempeln der Götter zu reisen, am liebsten nach Olympia – und schon war ein neues Reiseziel gefunden. Manch einer wird nun sagen, dass es nicht immer danach gehen muss, was die Kinder wollen. Natürlich nicht, aber auf diese Weise haben wir einen entspannten Urlaub mit interessierten Jungs. Und das ist überaus erholsam!!!

Geflogen sind wir bis Athen und dann ging es mit einem Mietwagen auf die Peloponnes nach Dounaika, einem Ort in der Nähe von Olympia, in die wunderbaren ‚White Villas‘ (über die ich in einem gesonderten Blogpost berichte). Von hier aus haben wir die Ausgrabungsstätten von Olympia, den malerischen Ort Kotokala und das eher touristische Kourouta besucht. Auf der Rückfahrt nach Athen dann noch Zwischenstopps an der imposanten Rio-Andirrio-Brücke, dem antiken Korinth und natürlich dem Kanal von Korinth eingelegt.

 

Peloponnes – Olympia

Tempel-Ruinen in Olympia

 

In Olympia gibt es die Ausgrabungsstätten u. a. mit dem Tempel des Zeus, ein Archäologisches Museum und das Museum der Geschichte der antiken Olympischen Spiele.

Am besten fangt ihr mit dem Archäologischen Museum an und kauft euch hier ein Ticket für alle drei Bereiche. Es kostet 12,00 Euro für Erwachsene und Kinder bis 18 Jahre haben freien Eintritt (ggfs. nach Vorlage ihres Ausweises). Als wir an den Ausgrabungsstätten ankamen, war dort eine recht lange Schlange am Ticketschalter. Somit waren wir froh, die Eintrittskarten bereits im Museum gekauft zu haben.

 

Archäologisches Museum in Olympia

 

Das Archäologische Museum ist sehr schön aufgebaut, recht übersichtlich und gut temperiert! Hier könnt ihr euch die ca. drei Meter hohe Mamor-Statue der Nike, die früher auf einem acht Meter hohen Sockel vor dem Zeustempel stand, anschauen, ebenso wie die Giebelskulpturen des Zeus-Tempels und viele weitere Gegenstände. Das Museum hatte für uns genau die richtige Größe – interessant, ohne langweilig zu werden. Kleiner Tip: vor den Toiletten gibt es einen Automaten mit eisgekühlten Getränken! Eine Wohltat bei den heißen Temperaturen im Sommer!

 

Tempel in Olympia

 

Bei den Ausgrabungsstätten handelt es sich natürlich hauptsächlich um Ruinen und unsere Jungs waren etwas enttäuscht, dass es dort keinen ‚richtigen‘ Tempel zu bewundern gab.

 

Ruinen in der Ausgrabungsstätte Olympia

 

Ruinen in Olympia

 

Trotzdem war es klasse, einmal dort gewesen zu sein, wo auch heutzutage noch das Olympische Feuer entzündet wird.

 

Tempel für die Entzündung des Olympisches Feuer, Olympia

 

Ins Museum der Geschichte der antiken Olympischen Spiele sind wir aufgrund der Hitze und dem etwas längeren Weg dorthin nicht mehr gegangen.

Auf dem Rückweg zum Parkplatz haben wir direkt im ‚Ambrosia Restaurant‘ gegessen – das Essen war sogar besser, als wir es an so einem Touri-Ort erwartet hätten.

Wenn ihr möchtet, könnt ihr anschließend noch durch den Ort Olympia spazieren. Hier gibt es einige Geschäfte und viele Andenkenläden. Aufgrund des heißen Wetters wollten wir aber lieber wieder zurück in die ‚White Villas‘ und uns im Pool abkühlen!

Geöffnet haben die Ausgrabungsstätten im Sommer von 8.00 bis 20.00 Uhr und im Winter von 8.00 bis 15.00 Uhr.

 

Peloponnes – Katakolo

 

Hafen von Katakolo, Peloponnes, Griechenland

 

Ein weiterer Ausflug führte uns nach Katakolo. Nach einer ca. 30-minütigen Autofahrt wurden wir mit einem Postkartenidyll belohnt. Hier gibt es mehrere Restaurants am Hafen und dahinter eine Straße mit einigen kleinen Geschäften.

 

Katakolo auf den Peloponnes, Griechenland

 

Dieser wunderschöne Ort wird auch regelmäßig von Kreuzfahrtschiffen angefahren. Manche Geschäfte öffnen sogar nur, wenn eines dieser riesigen Schiffe anlegt.

 

Katakolo, Peloponnes, Griechenland

 

Schönes Haus in Katakolo, Peloponnes, Griechenland

 

Haus in Katakolo, Peloponnes, Griechenland

 

Da wir das farbenfrohe Örtchen so schön fanden, sind wir abends direkt nochmal hierher gefahren, um am Hafen essen zu gehen.

 

Boote im Hafen von Katakolo, Peloponnes, Griechenland

 

Als wir ankamen, fand in der Kirche des Ortes gerade eine Hochzeit statt und die Dekorationen vor der Kirche haben mein Herz höher schlagen lassen. Nachdem ich gefragt hatte, durfte ich sogar ein paar Fotos machen :-))

Kirche in Katakolo, Peloponnes, Griechenland

 

Hochzeitsdekoration in Griechenland

 

Hochzeits-Give-Aways bei einer Hochzeit in Griechenland

 

Erfrischungen bei einer Hochzeit in Griechenland

 

 

Peloponnes – Kourouta

An einem anderen Abend sind wir in das nahe gelegene Kourouta gefahren. Dort gibt es eine Promenade mit zum teil echt coolen Bars und Restaurants und für die Kinder einen kleinen ‚Rummelplatz‘ mit Autoscooter, Trampolinen und Mini-Karussels.

 

Bar in Kourouta, Peloponnes, Griechenland

 

Für einen Abend fanden wir es hier sehr schön, tagsüber wäre es uns am Strand mit den vielen Liegen jedoch viel zu touristisch.

 

Strand von Kourouta, Peloponnes, Griechenland

 

 

Peloponnes – Rio-Andirrio-Brücke

Auf der Rückfahrt nach Athen haben wir einen kurzen Stop an der Rio-Andirrio-Brücke eingelegt.

 

Rio-Andirrio-Brücke, Peloponnes, Griechenland

 

Diese eindrucksvolle Brücke verbindet die Peloponnes vom Ort ‚Rio’ aus mit dem griechischen Festland. Mit einer Länge von 2883 km ist sie zur Zeit die zweitlängste Schrägseilbrücke der Welt.
In Rio am Hafen, direkt unterhalb der Brücken-Auffahrt befindet sich die Festung Rio. Sie wurde 1499 errichtet, im Jahr 1687 erweitert und diente lange Jahre als Militärgefängnis. Ich fand den Kontrast von alter Festung und moderner Brücke im Hintergrund besonders reizvoll.

 

Rio Festung mit Rio-Andirrio-Brücke, Peloponnes, Griechenland

 

 

Peloponnes – das alte Korinth

Auf der Weiterfahrt nach Athen haben wir in Korinth einen zweiten Stop eingelegt. Wir wollten uns das antike Korinth (Akrokorinth) zumindest aus der Ferne anschauen. Bei fast 40 Grad im Schatten konnten wir uns nicht aufraffen, die gesamte Ausgrabungsstätte anzuschauen.

 

Akrokorinth, antikes Korinth, Peloponnes, Griechenland

 

Falls ihr, so wie wir, im Sommer unterwegs seid, solltet ihr jedoch auf jeden Fall einmal kurz von der Autobahn ab- und den Berg hinauffahren (das dauert ca. 5 Minuten).
Schon allein der Blick auf die Ruinen der imposanten alten Stadt am Berg ist einen Zwischenstop wert.

 

Anktikes Korinth - Akrokorinth, Peloponnes, Griechenland

 

Besichtigen könnt ihr die Burganlage von Montag bis Freitag von ca. 9.00 bis 15.00 Uhr (die Öffnungszeiten waren im Internet sehr unterschiedlich angegeben). Der Eintritt soll kostenlos sein.

 

Peloponnes – Kanal von Korinth

Ein absolutes Muss und Highlight während eines Urlaubs auf der Peloponnes ist der Kanal von Korinth.

 

Kanal von Korinth, Peloponnes, Griechenland

 

Er wurde von 1881 bis 1893 an der schmalsten Stelle der Peloponnes gebaut. Durch den 6346 m langen Kanal sparen sich die Schiffe den 400 km langen Weg rund um die Halbinsel. Er ist an der Wasseroberfläche ungefähr 25 m breit und wurde bis zu 84 m tief in das Felsgestein gegraben.

 

Kanal von Korinth mit Segelboot, Peloponnes, Griechenland

 

Um die Fotobrücke am Kanal zu erreichen, fahrt ihr bei der Ausfahrt 10, Epidayros’ von der Autobahn A8 ab und haltet euch dann links. Wenn ihr ‚Fotobrücke Kanal von Korinth‘ bei Mr. Google eingebt, werdet ihr direkt dort hin geführt.

 

Kanal von Korinth, Peloponnes - Griechenland

 

Auf der Peloponnes gibt es noch zahlreiche weitere tolle Ausflugsziele, wie z.B. Mykene, Sparta oder Epidauros. Da es sich für uns jedoch um einen Sommer-Familien-Urlaub handelte, reichten uns die oben beschriebenen, wunderschönen Ausflüge. Vor allem, weil wir anschließend noch drei Tage in Athen verbracht haben (wenn wir schon auf den Spuren der Götter unterwegs waren, dann auch richtig!).
Somit war es für uns eine ideale und abwechslungsreiche Zeit in Griechenland: Entspannung auf der Peloponnes und Großstadt-Troubel in Athen.

 

Peloponnes – wunderschöne Ferienunterkünfte

Da es nicht nur die White Villas, sondern auch noch viele andere richtig schöne Ferienunterkünfte für einen Urlaub auf der Peloponnes gibt, habe ich euch hier eine umfangreiche Auswahl an charmanten Ferienhäusern, tollen Ferienresorts, schicken Hotels und bezaubernden Ferienwohnungen zusammengestellt.

Ausführliche Infos zu den wunderbaren White Villas bekommt ihr in meinem ausführlichen Blogpost:

White Villas, Peloponnes, Griechenland auf Charming Family Escapes

Peloponnes – Lesestoff

Falls ihr auf den Geschmack gekommen und der Meinung seid, die griechische Götterwelt wäre auch etwas für eure Kinder, habe ich euch hier eine Auswahl der Bücher, Hörbücher und Filme von Rick Riordan zusammengestellt.
Besonders gut haben uns die Bücher ‚Helden des Olymp‘ gefallen. Das schöne an ihnen ist, dass es sich hierbei nicht nur um einen Helden handelt, sondern um sechs jugendliche Halbgötter – Jungen und Mädchen – die verschiedene Aufgaben lösen müssen um die Götter zu retten.

 

 

 

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